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Treffen der „G 2000“

Auftakt des Sassenberger Schuetzenfestes ohne Krawall aber mit viel Stimmung Treffen der G 2000 image 630 420f wnAuftakt des Sassenberger Schützenfestes ohne „Krawall“ aber mit viel Stimmung

Sassenberg - Das lange Warten der Schützen hat ein Ende. Seit dem späten Samstagnachmittag feiert der größte Schützenverein der Region sein traditionsreiches Schützenfest. Beim Antreten vor dem Hotel Börding setzte sich ein langer Tross aus Schützen und Musikern in Bewegung, der ein prächtiges Bild bot. Ziel war das Rathaus, wo die Fahnen und Standarten eingeholt wurden. Bürgermeister Josef Uphoff begrüßte die Formationen und stimmte die Festgäste auf tolle Tage ein.

„Endlich – dieses Wort habe ich den letzten Tagen so oft gehört. Der Bürgerschützenverein ist heute in Rekordbesetzung angetreten“, so Uphoff mit Blick auf den imposanten Umzug. Mit Blick auf den G 20-Gipfel in Hamburg hatte der Erste Bürger der Stadt eine Alternative parat. „G 2 000 plus – Geselligkeit für mehr als 2 000 Schützenbrüder und Schützenschwestern.“ Die Straßen- und Bogengemeinschaften hätten sich erneut selbst übertroffen. „178 Jahre Schützenwesen in Sassenberg. Und jedes Jahr ist es schön und macht Freude.“

Dem schloss sich auch Helmut Vinke, Vizepräsident des Bürgerschützenvereins, an. Neben dem berühmten Zitat August Buddes, „Es ist eine Lust, in Sassenberg zu leben“, betonte Vinke den friedlichen und geselligen Charakter des Fests. „Krawall haben wir hier nicht, brauchen wir auch nicht, denn wir feiern.“

Der feierliche Höhepunkt dieses ersten Schützenfesttages war der Große Zapfenstreich, den erneut viele Besucher verfolgten. Erstmals übernahm der Kommandeur der Ehrengarde, Michael Blömker, bei diesem vielbeachteten Programmpunkt das Kommando. Im Anschluss feierten Schützen und ihre Gäste ausgelassen im Festzelt. Einen Anteil an der tollen Stimmung hatte auch die Band „6th Avenue“, die (Noch-) König Maik Dohm kurzerhand als Gastmusiker verpflichteten.

Weiter ging es am Sonntag gegen 14 Uhr, als sich die Formationen auf dem Lappenbrink einfanden. Es folgte der Marsch zum Ehrenmal und die damit verbundene Kranzniederlegung. Der folgende große Umzug, an dem sich auch die Kinderkompanie beteiligte, endete auf dem Festplatz, wo die Musikzüge mit ihrem Platzkonzert für ausgesprochen gute Sonntags-Stimmung sorgten. Im Festzelt ehrten die Verantwortlichen jene Schützen, die dem mittlerweile über 2 100 Mitglieder zählenden Verein seit 25 oder 50 Jahren die Treue halten. Am Ehrenmal sprach Pfarrer Andreas Rösner vor den Schützen sowie den Formationen und Vertretern befreundeter Vereine. „Am Frieden muss immer wieder neu gearbeitet werden.“ Fortgesetzt wurde der Umzug zum Festplatz. Dort erinnerte Präsident Franz-Josef Ostlinning an einen besonderen Höhepunkt für die jüngeren Festgäste. Das Kinderkönigspaar wurde im Verlauf des Nachmittags ermittelt und am Abend im Rahmen gekrönt.

Quelle: WN vom 10.07.2017  /  Text & Foto: C. Irmler