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Grün-weißes Fahnenmeer kündet vom Fest

Sassenberg (ra) - Wenn das Schützenfest naht, werden viele Straßen der Marschstrecke, aber auch in der übrigen Stadt, mit grün-weißen Fahnen und Wimpelketten geschmückt. Etliche Nachbar-, Bogen- und Straßengemeinschaften haben sich in den vorigen Jahrzehnten zusammengefunden und erstellen Bögen, Kränze und Transparente als zusätzliche Dekoration.

Neben den großen Toren und Bannern werden auch die kleinsten Wege durch ihre Anwohner geschmückt, indem sie entlang ihres Straßenverlaufs eine festliche Dekoration erstellen. Das Besondere dabei: Es spielt für diese schützenfestbegeisterten Bürgerinnen und Bürger keine Rolle, ob sich ihre Straße inmitten oder auch außerhalb der „offiziellen“ Marschstrecke befindet. „Das ist wahrer Schützengeist“, freut sich Vereinssprecher Frank Deitert immer wieder.

Die grün-weißen Fähnchen im Straßenbild werden zudem von Jahr zu Jahr mehr. Anlässlich des Jubiläums im vorigen Jahr haben viele Nachbarn in die Taschen gegriffen und neue Wimpel gekauft, sodass es auch diesmal wieder an allen Ecken und Enden blitzt und blinkt. Die wohl 50 Bogen- und Straßengemeinschaften haben die Stadt sprichwörtlich in ein grün-weißes Kleid gesteckt.

Angesichts des Fahnenmeers ist es nicht verwunderlich, dass der Vorstand des Vereins, aufgeteilt in mehrere Gruppen, traditionell am Donnerstag vor dem Schützenfest die Bogengemeinschaften beim Aufbau besucht und ihnen für ihren Einsatz dankt. Gemeinsam mit fünf Vorstandskollegen rückte Deitert im Sechs-Mann-Go-Kart aus, um sich persönlich vor Ort ein Bild vom Fleiß und der Verbundenheit der Bürger mit dem Verein zu machen.
Als Dankeschön für die Bemühungen der Bogengemeinschaften übergibt die Abordnung des Vorstands jeweils eine Flasche Hochprozentigen. „Damit die Arbeit flüssiger von der Hand geht“, sagte Deitert augenzwinkernd. Wie er weiß, geht dieser schöne Brauch, die Bogengemeinschaften abzufahren und sich persönlich für den Einsatz zu bedanken, zurück auf das Jubiläumsjahr 1989. Der damalige Präsident und heutige Ehrenvorsitzende August Budde hatte diese Initiative seinerzeit ins Leben gerufen. Und daran soll sich auch in den nächsten Jahrzehnten nichts ändern.

Quelle: "Die Glocke" vom 10.07.2015  /  Text & Foto: R. Austrup